Krieg & Frieden

Die Wurzeln israelischen Verhaltens - Sabotieren des Friedens um jeden Preis

Hauptkategorie: B-N-D Artikel Kategorie: Krieg & Frieden
Geschrieben von von: Remo Santini & Adrian Salbuchi

(Buenos Aires) – Am Morgen des 17. März 1992 donnerte eine gewaltige Explosion durch die Innenstadt von Buenos Aires. Ein elegantes dreistöckiges Gebäude, das die israelische Botschaft beherbergte, war durch Terrorbomben angegriffen worden und brach in sich zusammen. Die starke Schockwelle zerbrach Fensterscheiben und beschädigte den Verputz an Gebäuden an der Ecke Arroyo- und Suipachastraße. Insgesamt wurden 29 Menschen getötet und 242 verletzt. Zwanzig Jahre später wissen wir immer noch nicht, wer das getan hatte…

Ein bisschen mehr als zwei Jahre später wurde dieses ungelöste Rätsel untrennbar mit einer noch mehr verwüstenden Bombenexplosion im Stadtzentrum von Buenos Aires verkettet, die am 18. Juli 1994 das Gebäude von AMIA/DAIA und der Jüdischen Gegenseitigkeitsgesellschaft demolierte, das sich zwölf Blocks weiter befand, und diesmal wurden 80 Menschen getötet und 300 verletzt.

Seit damals sind beide Ermittlungen auf arglistige Weise falsch gehandhabt und absichtlich durcheinandergebracht worden, wurden durch die Regierungen von Israel und den Vereinigten Staaten in gröblicher Weise störend beeinflusst und mit lokaler und ausländischer Korruption, Vertuschungen und Betrug durchsetzt. Die Jahre vergingen, daran arbeitende Richter wurden ersetzt, einige sogar ihres Amtes enthoben, aber beide Attacken blieben ungelöst. Israel und die USA machen mit ihrem Bestreben weiter, die Schuld dem Iran, Syrien, Hamas und Hezbollah zu geben… Was auch immer!

Israel besteht darauf, dass beide Explosionen durch „Autobomben“ hervorgerufen worden seien, aber es sind nie Autobomben gefunden worden. Das AMIA-Gebäude, das auch die lokale zionistische politische Lobby „DAIA“ beherbergte, wurde zu jener Zeit von seinem Bankpräsidenten Rubén Beraja geführt, der an einen einheimischen Gebrauchtwagengauner 400‘000 USD Schmiergeld zahlte (mit dem Einverständnis von Gerichtspräsident Juan Galeano!), damit dieser die Hamas und die Hezbollah mit der Geschichte in Verbindung bringen würde (Beraja kam später ins Gefängnis, weil er seine eigene Bank zum Kollabieren gebracht hatte).

Um dies alles zu verstehen, gibt es subtilere Aspekte, die beide dabei helfen können, Licht auf diese Attacken zu werfen und die Wurzeln des israelischen Verhaltens zu verstehen. Besonders was die oft gewalttätigen Konflikte angeht, die in Israel zwischen den gemäßigten Bevölkerungsanteilen stattfinden, die echt Frieden mit den Palästinensern wünschen und den Fundamentalisten des extremen rechten Flügels, die gewillt zu sein scheinen, zu jeder extremen Sabotage zu greifen, um ihre messianischen Träume eines „Eretz Israel“ abzusichern – d.h., dass eines Tages ein jüdisches Imperium, das sich vom Nil bis zum Euphrat erstrecken sollte, wahr werden möge. Dieser Konflikt nimmt einen globalen Charakter an, wenn sie ihn auf die jüdische Diaspora ausdehnen, einschließlich auf die große jüdische Gemeinde in Argentinien.

Folglich bekommen diese Bombenattentate in Argentinien eine andere Dimension, wenn sie in eine Zeitachse  von wichtigen Meilensteinen in diesen innerisraelischen Konflikten eingefügt werden:

30. Sept. 1991: Beginn der von den USA geförderten Friedenskonferenz von Madrid zwischen den Israelis und den Palästinensern. Die ultrarechte fundamentalistische Siedlerbewegung in Israel geht zunehmend auf den Kriegspfad.

17. März 1992: Um 14.50 Uhr, gerade nachdem die Teilnehmer an einem vom Botschafter ausgerichteten Mittagessen auf Topniveau der israelischen Regierung und von Sicherheitsbeamten das Gebäude der israelischen Botschaft in Buenos Aires verließen, ging die Bombe hoch.

13. Juli 1992: Rabin wird zum Premierminister gewählt. Sehr bald strukturierte er den Shin Beth um, Israels Geheimdienst, der die Aufgabe hat, die fundamentalistischen jüdischen Siedlerbewegungsgruppen innerhalb Israels  zu untersuchen und den israelischen Botschaften im Ausland Sicherheit zu gewährleisten.

August 1992: Rabin erklärt, Israel werde die Golanhöhen Syrien zurückgeben.

13. Sept. 1993: Israel und die PLO unterzeichnen das Osloer Abkommen, indem sie sich gegenseitig anerkennen: der berühmte Handschlag von Rabin, Arafat und Clinton auf dem Rasen vor dem Weißen Haus.

25. Feb. 1994 (Purim-Fest): Der amerikanische jüdische Fanatiker Baruch Goldstein überquerte problemlos Checkpoints der israelischen Armee in Hebron, wobei er ein Maschinengewehr bei sich hatte, mit dem er das Feuer auf Palästinenser eröffnete, die in der Moschee des Grabs des Patriarchen beteten. Dabei tötete er 29 Menschen und verletzte 125. Goldstein wurde zu Tode geprügelt, und sein Grab wurde bald zu einem Wallfahrtsort für israelische Siedler.

Von Feb. bis Mai 1994: Das Kairoer Abkommen zwischen Israel und Palästina legte die Grenzen von Gaza und Jericho fest.

1. Juli1994: Nach 27 Jahren im Exil erlaubte Rabin Yassir Arafat die Rückkehr nach Palästina. In den Reihen der israelischen Siedler-Hardliner  steigt die Angst.

18. Juli 1994: Terroristischer Bombenangriff auf das AMIA/Jüdische-Gegenseitigkeits-gesellschaft-Gebäude in Buenos Aires, das zu jener Zeit sehr pro-Rabin/Labour war.

26. Okt. 1994: Friedensabkommen signiert zwischen Israel und Jordanien.

28. Sept. 1995: Taba-Oslo II-Abkommen über den Palästinakonflikt signiert.

4. Nov. 1995: Anlässlich eines Rallys in Tel Aviv wird Premierminister Yitzhak  Shamir ermordet. Sein Mörder war weder ein islamischer Fundamentalist noch ein Neonazi, sondern ein junger, der jüdischen Siedlerbewegung naher Fundamentalist, der auch Verbindung zum Shin Beth hatte (Ygal Amir). Der Präsident des Obersten Gerichtshofes Meir Shamgar präsidierte die Shamgar-Kommission, die über die Ermordung ermittelte, und kam im März 1996 zur Schlussfolgerung, dass der Shin Beth dafür verantwortlich war, dass Rabin „ernsthaften Risiken“ ausgesetzt war und für das Versagen, gegen die Drohungen gegen sein Leben vorzugehen, die von jüdischen Extremisten gemacht wurden.

Die wirklich ernsthaften geopolitischen Konsequenzen von Rabins Ermordung waren, dass die moderate Labour-Partei Israels schnell durch die ultrarechte Führungsriege der Parteien von Likud und Kadima ersetzt wurde: Benjamin Netanyahu, Ariel Sharon und Ehud Olmert, und heute wieder Netanyaho und Avigdor Liberman.

Seit damals haben sie die Politik des „Friedens für Territorien“ aufgegeben und ersetzten sie mit militanter ethnischer Säuberung, wie es der frühere Präsident Jimmy Carter in seinem Buch von 2006 beschrieb: „Peace not Apartheid“ (Frieden statt Apartheid).

Wenn beide Bombenangriffe in Argentinien in diese Zeitlinie von internen Geschehnissen in Israel eingebaut werden, dann bekommen wir eine Ahnung, warum die Ermittlungen nicht zu Ende geführt wurden.

Weil, obwohl Israel, das, wie üblich die USA hinter sich herziehend, darauf besteht, dass der Iran/Syrien/Hamas/Hezbollah die Terrorangriffe begangen hätten und in gröblicher Weise bei den  Justiz- und Exekutivgewalten Argentiniens störend einwirkt, ein anderes und plausibleres Szenario untersucht werden sollte: Dass die israelischen Geheimdienste selbst in beide Attacken involviert sein könnten, innerhalb der Logik der zunehmenden innerisraelischen Gewalt, die in den Neunzigerjahren geschah.

Da die offensichtlich falschen „iranischen und syrischen Verbindungen“ nie irgendwohin führten, währe an der Zeit für die argentinischen und internationalen Behörden, eine Verfolgung einer möglichen „israelischen Verbindung“ bei beiden Attacken zu empfehlen.

Im Falle des Bombenanschlags auf die Botschaft befahl Argentiniens Oberster Gerichtshof 1996 der Nationalen Ingenieurakademie, eine gründliche Überwachung und Untersuchung darüber durchzuführen, was die Explosion auslöste. Sie kamen zur Überzeugung, dass sie tief im Innern des Botschaftsgebäudes passierte, was bedeutet: keine Autobombe.

Im August desselben Jahres brach eine öffentliche Auseinandersetzung aus zwischen dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofes Julio Nazareno und dem damaligen israelischen Botschafter Itzhak Aviram, bei der Letzterer den Gerichtshof wegen dessen Erkenntnisse beleidigte. [Und natürlich… (AdÜ)] Viel hysterisches Gekreische von wegen „Antisemitismus!“ in der Luft…

Wenn es sich als wahr herausstellen sollte, dass bei beiden Bombenanschlägen israelische Spieler dahinter steckten, dann ist es wichtig, dass die internationale Gemeinde auf einer Abklärung beider Geschehnisse bestehen sollte, so dass wir wissen, wem wirklich die Schuld zu geben ist.

Israels Bestehen darauf, dass dem Iran die Schuld zu geben ist, kann und wird von denen – den USA, England und Frankreich – für ihr rasendes Suchen nach einer Ausrede für einen unilateralen Angriff benutzt werden. Der heutige israelische Botschafter in Argentinien, Daniel Gazit, insistiert: „Wir glauben, dass Iran die Schuld zu geben ist“; er redet sogar von einem kommenden „dritten Terrorangriff auf jüdische Interessen in Argentinien“.

Nun, wer könnte dies planen?!? Es ist klar, die Welt benötigt ein besseres Verständnis einiger der subtileren fundamentalen Fakten hinsichtlich der Wurzeln israelischen Verhaltens. Dies wird zweifellos helfen, den Frieden in der Welt zu fördern.

Adrian Salbuchi

ErstVeröffentlichung am: 18. März 2012
bei: abundanthope-deutschland.de
Übersetzung: Remo Santini
von: rense.com

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